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    Herzlich willkommen bei Brot für die Welt in der Pfalz
    || Pfalz > Brot für die Welt-Projekte in Indien
    Pfarrer Dieter Weber besucht Brot für die Welt-Projekte in Indien

    Eine Reise zu Unberührbaren und Ureinwohnern

    ADHIVASI

    Von Kolkata (Kalkutta) aufs Land zu den Ureinwohnern Indiens, den Adivasi.
    Sie lebten bis vor 70 Jahren noch in den Wäldern. Durch Holzabbau und Bergbau wurden sie vertrieben. Die Schützer und Sammler des Waldes fanden sich auf unfruchtbarem Boden wieder, auf dem kaum etwas gedieh.

    Adhivasi gehören zu den kastenlosen. Generell gilt: je dunkler der Hauttyp, um so tiefer ist der Stand in der indischen Gesellschaft.


    Adhivasi
    Die Adhivasi sind sehr gastfreundlich: in jedem der 10 Dörfer werden wir mit Blumenketten empfangen und es wird getanzt.


     

    Erfolgreiche Entwicklung
    Wir erfahren, wie sich ihr Leben mit Hilfe des Lutherischen Weltbundes, Partner von Brot für die Welt, durch ökologische Landwirtschaft und Bildung verbessert hat. Früher haben sie in erntelosen Zeiten Schulden gemacht, um Getreide zu kaufen, nun haben sie Speicher aus Lehm und auf Stelzen gebaut, aus dem sie sogar noch Getreide an andere Dörfer verkaufen. Die Frauen erzählen, dass nun alle direkt im Dorf arbeiten können, früher kamen die Männer nur alle 15 Tage nach Haus. Die gemeinsame Arbeit hat die gegenseitige Unterstützung in ihrer Gemeinschaft sehr gestärkt. Das Beste ist: sie geben ihr Wissen an andere Dörfer weiter.

    Kinderarbeit millionenfach

    Sklavenarbeit
    Neu Delhi. Wir fahren mit unserem Projektpartner, der Bewegung zur Befreiung der Kinder, in die erste Anlaufstation von Kindern, die aus Zwangsarbeit befreit wurden.

    Die Organisation hat schon 80.000 Kinder befreit. Eigentlich ist Kinderarbeit in Indien verboten. Trotzdem arbeiten nach Angaben der Regierung 12,6 Millionen Kinder unter 14 Jahren, Kinderschützer gehen von der 5-fachen Zahl aus.

    Kinder dürfen das Fabrikgelände nicht mehr verlassen
    Einige dieser Kinder lernen wir kennen. Wir können ganz offen mit ihnen sprechen, da sie in der Schutzeinrichtung schon eine Therapie durchlaufen haben. Bei unserer Frage, wo sie arbeiten mussten, kommt es ganz schnell zu einer Verknüpfung mit unserem Konsum. Meine Kollegin hat eine bestickte Bluse von einer bekannten Marke an. Ein Junge sagt: "genau solche Blusen musste ich besticken".

    Ausbeutung von Kindern
    In der Hoffnung, dass die beiden Jungen helfen könnten, die Familie zu ernähren, wurden sie einem Anwerber zur Arbeit in einer unbekannten und weit entfernten Fabrik mitgegeben.

    Der Tagesablauf der Fabrikarbeit sah so aus: 6.00 Uhr Arbeitsbeginn bis 12.30 Uhr in einem schlecht beleuchteten Raum ohne Fenster. Dann ging er mit seinem Bruder in das winzige Zimmer, in dem sie wohnten und kochte das Mittagessen. Die Zutaten bekam er von der Firma. Um 14.00 ging es mit der Arbeit weiter bis 22 Uhr. Die Kosten für Lebensmittelzutaten und Schlafplatz wurden vom Lohn abgezogen. Am Ende blieb nichts übrig und die Familie bekam nie Geld. Endlich wurde er befreit.

    Neue Aussicht
    Unsere Partner erklären uns, dass jedem befreiten Kind 300 Euro Entschädigung zustehen, von denen die Eltern eine Kuh kaufen oder eine Existenz gründen können. Das Grundproblem, dass die Kinder wegen der Armut weg gegeben werden, ist dann beseitigt. Außerdem wird die Familie noch 2 Jahre lang begleitet, damit nicht wieder Kinder weg gegeben werden müssen. Bei der Klage steht unsere Organisation zur Seite und ist gut vernetzt. Oft erreichen sie, dass die Ausbeuter ins Gefängnis kommen.

    Gemeinwesenarbeit in Neu Delhi

    Frauen beraten
    In einem "Resettlement" in Delhi betreibt ein Projektpartner von Brot für die Welt Gemeinwesenarbeit. Menschen, die aus einem Slum vertrieben worden waren, haben sich am Stadtrand wieder angesiedelt. Es entwickelte sich ein neuer Stadtteil, in dem es am Nötigsten fehlte. Mit Hilfe des Projektpartners von Brot für die Welt wurde erreicht, dass Behörden den Bereich mit Strom und Wasser versorgen.

    Tankwagen bringen Trinkwasser
    Wieder einmal kam der Tankwagen nur halb gefüllt mit Trinkwasser. Außerdem kommt er zu sehr unterschiedlichen Zeiten. Wasser vom Tankwagen ist teurer als aus der Wasserleitung in der Stadt. Mit einer Mitarbeiterin des Projektpartners beraten Frauen wie die Behörden zur Abhilfe veranlasst werden können.

    Ressourcen von Kindern und Jugendlichen stärken
    Fähigkeiten von armen Kindern zu fördern, ist das Ziel des Projektpartners von Brot für die Welt in einem Amenviertel von Neu Delhi. Kinder und Jugendliche treffen sich nachmittags in kleinen Gruppen in einem engen Raum. Mit Erzählen, Malen, Schreiben, Geschichten erfinden, Darstellen, Diskutieren, Sich ausdrücken u.v.m., werden Kreativität wie schulische Fähigkeiten gefördert.

    Jugendliche befassen sich mit Gedichten, malen, verfassen Texte, verbessern Layout von Schulbüchern und graphischen Darstellungen, befassen sich mit ihrem Stadtteil und Wohnumfeld.

    Wer diese Förderung durchlaufen hat, wird leichter Arbeit finden, auch wenn er keine Berufsausbildung erfahren hat.

    Muslime gehören zu den Kastenlosen - zur untersten Schicht in Indien
    Mit Muslimen arbeitet der Lutherische Weltbund als Projektpartner in einem Armenviertel Kalkuttas. Auch hier geht um die Verbesserung der Lebenssituation und um Förderung von Kindern und Jugendlichen.

     

    Pfarrer Dieter Weber kann angefragt werden zu einem Vortrag zum Thema
    dieter.weber@diakonie-pfalz.de
    Telefon: 06341-556625

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